Austausch 2019

Italien 2015

09.03.2015 bis 13.03.2015

Comenius-Austausch Tag 1: Die Reise nach Catania (9. März 2015)

Um 7.30 Uhr mussten Sara und ich am Bahnhof sein und sind dann mit dem Zug mit Frau Carlow-Meyer und Frau Schulze nach Hannover gefahren. Von dort aus ging es mit dem ICE weiter nach Düsseldorf. Am Flughafen sind wir dann mit der Sky-Bahn direkt zum Check-in gefahren und danach zur Sicherheitskontrolle gegangen. Um 14 Uhr sind wir mit dem Flugzeug nach Catania geflogen, wo wir gegen 16 Uhr angekommen sind.

Nachdem wir unser Gepäck wieder hatten, haben unsere Familien schon auf uns gewartet. Wir haben uns noch schnell von unseren Lehrern verabschiedet und sind dann mit unseren Familien nach Hause gefahren. Auf dem Weg mit dem Auto zu ihrer Wohnung haben wir viele Obstbäume und Palmen an den Straßen gesehen sowie riesige Häuser. Und wir haben gemerkt, dass der Fahrstil in Italien etwas wilder ist als in Deutschland. Unsere Gastfamilie hat uns erst einmal die Gegend gezeigt. Wir sind auch eine kleine Extra-Runde gefahren, da sie uns noch die Schule von außen zeigen wollten.

Als wir in der kleinen Wohnung angekommen waren, haben wir erst einmal Zitronenkuchen gegessen und einen Becher Milch getrunken. Um 19 Uhr sind wir zum Abendessen zu Saras Gastfamilie gefahren. Um 21 Uhr gab es dann die Vorspeise: einen riesigen Teller Nudeln Carbonara. Anschließend gab es noch Ratatouille und Eisbein mit gebackenen Kartoffeln. Zum Nachtisch hat meine Gastmutter Tiramisu gemacht mit Schokolade, Sahne und Keksen. Sara und ich wussten nicht, dass in Italien so viel gegessen wird. Nach dem Essen haben wir dann noch ein bisschen geredet und versucht zu singen mit Begleitung von Saras Gitarren-Künsten. Gegen 23 Uhr sind wir dann nach Hause gefahren.

Ramona & Sara Eggeling, Klasse 9b

 

Comenius-Austausch Tag 2: Schule in Catania (10. März 2015)

Um 7 Uhr hat die Gastmutter meine Gastschwester und mich geweckt. Wir sollten in die Küche kommen, wo es Milch oder Kakao mit Keksen zum Frühstück gab. Die Eltern haben nicht mit uns gegessen, aber die Mutter hat uns alles bereitgestellt.

Anschließend haben wir uns für die Schule fertig gemacht und sind mit dem Auto zur Schule gefahren. Das Autofahren in Catania ist gewöhnungsbedürftig, denn die Fahrer halten sich nicht richtig an die Verkehrsregeln und fahren einfach drauf los. Dementsprechend sehen auch die Autos aus.

In der Schule angekommen, haben wir die anderen Austauschschüler mit ihren Gastmüttern begrüßt, außerdem hat mir meine Gastschülerin ihre Freunde vorgestellt und mir gezeigt, wie man sich in Catania begrüßt. Meistens gibt es ein Küsschen auf die Wange, und wenn man sich gut kennt, dann bekommt man bis zu drei Küsschen abwechselnd auf die Wangen.

Nachdem alle Gastschüler in der Schule angekommen waren, haben einige der Gastgeschwister sich auf eine Schulbesichtigung auf Englisch vorbereitet. Uns wurden die Grundschule, die Oberstufen-Schule, einige Klassenräume und der Kunst-Raum sowie das Kino der Schule, die Sporthalle und das schuleigene Schwimmbad gezeigt.

Eine Grundschulklasse hat uns einen Einblick in den Englischunterricht gewährt, wo zu Musik getanzt wurde. In den Klassenräumen der Schule gibt es nur Einzeltische, die zu jeder Unterrichtsstunde umgestellt werden, das heißt es gibt auch keine geregelte Sitzordnung.

Am Ende der Besichtigung sind wir in der Aula der Schule angekommen, wo ein Flötenkonzert der Schüler gegeben wurde. Außerdem wurde typisch sizilianisch getanzt, wobei die Schüler spezielle Kleidung getragen haben: Die Mädchen ein rot-weißes Kleid und einen Dutt, die Jungen einen Anzug und eine schwarze Mütze. Anschließend mussten die Schüler der anderen Länder vortragen, wie man sich in den Ländern begrüßt und haben dafür ein Rollenspiel eingeübt. Außerdem wurden die Nationalhymnen vorgespielt, ein typisch sizilianisches Lied gesungen und immer wieder wurde Musik abgespielt und alle Zuschauer auf die Tanzfläche zum Tanzen aufgefordert.

Nachdem die Begrüßungsfeier zu Ende war, wurden die Gruppen aufgelöst und die Gastschüler sind mit ihren Gastgeschwistern in den Unterricht gegangen.

Es waren bereits zwei Lehrer in dem Klassenraum, als wir in die Klasse gingen, die sich mit den Schülern unterhalten haben. Außer mir sind auch noch eine niederländische Austauschülerin und spanische Austauschschüler in diese Klasse gekommen. Wir mussten uns vorstellen, sagen wie wir heißen und aus welchem Land wir angereist sind, dann durften wir den italienischen Schülern Fragen stellen. Die Englischlehrerin hatte auch noch eine Überraschung für alle mitgebracht: eine Schokorolle aus Schokolade mit Nüssen drin und ein bisschen Nougat, von dem alle ein Stück abbekommen haben. Anschließend kam der Erdkundelehrer in die Klasse und wollte mit dem Unterricht beginnen. Er ging die Namensliste der anwesenden Schüler durch, während die Schüler dabei waren, sich zu ordnen und an die Tische zu setzen. Die anderen Lehrer verließen den Klassenraum.

Die eine Hälfte der Klasse interessierte sich für den Unterricht, die andere Hälfte war damit beschäftigt, Kontakt mit den Austauschülern aufzunehmen oder mit Handys zu spielen. Es war nie wirklich ruhig in dem Unterricht, und die Schüler liefen einfach so im Unterricht im Klassenraum herum. Ich fragte meine Austauschschülerin, ob alle Unterrichtsstunden so ablaufen würden, sie antwortete, dass das nur bei diesem Lehrer der Fall sei. Bald darauf war die Unterrichtsstunde auch schon zu Ende und die Schüler wurden von ihren Eltern zum Mittagessen abgeholt.

Es gab Spaghetti Bolognese zur Vorspeise, panierten Schinken mit Brot und Ketchup als Hauptspeise und Erdbeeren und Orangen zum Nachtisch.

Nach dem Essen haben wir uns in dem Shoppingcenter getroffen, wo wir ein Museum für Marionetten besucht haben. Es gibt ganz viele verschiedene Arten von Marionetten aus verschiedenen Ländern, Materialien und Bauarten. Die Marionetten sind ganz typisch für Sizilien und werden schon seit mehreren Generationen in den Familien gebaut und hergestellt.

Nach dem Besuch des Museums haben wir noch etwas Zeit im Shoppingcenter bekommen. Die meisten sind zu McDonalds gegangen und haben sich etwas zu Essen besorgt.

Als unsere Zeit zu Ende war, sind wir in ein Restaurant gegangen, wo es ein kleines Buffet gab. Anschließend haben die Eltern uns wieder abgeholt, was etwas länger gedauert hat, denn die Familien von meiner Schwester und mir sind sehr gut befreundet. Die Familien sind zusammen wie eine ganz große Familie, denn alle verstehen sich gut miteinander, es wird viel gelacht.

Etwas später haben die Familien besprochen, dass wir später zusammen Eis essen gehen wollen.

Als wir zu Hause waren, haben wir uns etwas entspannt, und gegen 21 Uhr sind wir zu der anderen Familie gefahren, haben meine Schwester und ihre Gastschwester mitgenommen und sind mit dem Auto zum Strand in der Nähe gefahren. Der Strand war sehr schön, mit einigen größeren Gesteinsbrocken aus erkalteter Lava im Wasser, außerdem hat uns die Familie das Schloss von außen gezeigt sowie eine große Statue. Das italienische Eis, das wir uns dann geholt haben, war sehr lecker. Es ist viel cremiger und geschmackvoller als das Eis in Deutschland, und in Italien wird das Eis auch zwischen zwei Brothälften verkauft. Dann haben wir die anderen nach Hause gebracht und sind dann auch nach Hause gefahren und schlafen gegangen.

 

Comenius-Austausch Tag 3: Fahrt zum Ätna (11. März 2015)

Ich bin um 7.30 Uhr aufgestanden und habe heute allein gefrühstückt. Es gab wie jeden Tag Zitronenkuchen und einen Becher Milch. Um 8 Uhr trafen wir uns in der Schule sein, um zum Ätna zu fahren. Die Fahrt dauerte etwa eine Stunde.

An einer Aussichtsplattform angekommen, haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt und sind einen kleinen Ursprungs-Vulkan vom Ätna hochgegangen, um den wir einmal herumgegangen sind und somit die ganze Gegend betrachten konnten. Jeder konnte das Meer, Mandelbäume und freilaufende Hunde sehen. Die Mandelbäume blühen mittlerweile zum Frühlingsanfang schon komplett in Weiß. Außerdem konnten wir an den Straßen überall Zitronen- und Apfelsinenbäume sehen. Auch die aneinander liegenden Krater, auf deren Innenseite wir entlanggegangen sind, konnten wir betrachten.

Dann sind wir zum Ätna hinaufgefahren. Dort lag überall Schnee, und wir haben eine große Schneeballschlacht gemacht und mit Frau Schulze und Frau Carlow-Meyer einen kleinen Schneemann gebaut. Man konnte gut erkennen, wo die Erde des Vulkans warm war, denn dort ist kein Schnee liegen geblieben. Wir waren alle durchnässt vom Schnee, aber hatten einen riesigen Spaß. Eine Stunde später sind wir wieder runtergefahren und haben Häuser und Mauern aus Vulkanstein gesehen, die viereckig geformt wurden wie Ziegelsteine.

Auf dem Rückweg haben wir Halt gemacht und sind in einen Weg neben der Straße gegangen, wo man auch wieder eine schöne Aussicht hatte. Anschließend sind wir in einen Wald gefahren, der wie ein kleiner Dschungel aussah. In dem Wald hat sich der Comenius-Kurs dann vor zwei Höhleneingängen versammelt. Der Kurs wurde in zwei Gruppen mit 15 Schülerinnen und Schülern aufgeteilt und ist immer mit einer Führerin dort hineingegangen. Es handelte sich dabei um eine kleine Tropfsteinhöhle aus Lavagestein. Von der Decke hingen überall kleine Zapfen, die tropften, deshalb haben wir auch alle Schutzhelme getragen, damit wir uns nicht stoßen konnten oder nass wurden. Die Höhle ist bei dem letzten Ausbruch im Jahr 2005 entstanden und ist mittlerweile erkaltet und steinhart geworden. Wir haben auch Lava aus dem Jahr 2001 gesehen, die immer noch raucht. Uns wurde außerdem noch erzählt, dass der Ätna immer raucht und dass dieser Rauch, der aufsteigt, manchmal seine Farbe verändert.

Anschließend haben wir in einer Pizzeria gegessen. Die Erwachsenen haben ein drei Gänge-Menü bekommen und die Schüler haben ihre Brote, die sie von den Gastfamilien bekommen haben, gegessen. Als alle fertig mit dem Essen waren und sich nach und nach wieder auf dem Weg zum Bus gemacht haben, sind wir noch zu einer kleinen Honigfarm gegangen. Dort durften wir dann verschiedene Honigarten probieren, etwa Erdbeerhonig, Kaffeehonig und Beerenhonig – es gab ganz viele verschiedene und außergewöhnliche Honigsorten. Frau Carlow-Meyer hat für unsere Klassenlehrerin auch ein Glas Honig mitgenommen. Mittlerweile war es Abend, und die Gastfamilien haben schon auf ihre Kinder und Gastkinder gewartet, um mit ihnen Abendbrot zu essen. An diesem Abend gab es in meiner Familie eine riesige Portion Nudeln mit Tomatensoße und anschließend noch ein großen Teller mit Lasagne. Zum Nachtisch gab es dann zum Glück nur noch gezuckerte Erdbeeren. Da die Familien in Italien allgemein immer erst um 21 Uhr essen, sind wir oft erst um 23 Uhr im Bett gewesen und mussten aber am nächsten Tag schon wieder früh raus, daher waren wir am Ende des Tages auch immer sehr müde und geschafft.

Ramona & Sara Eggeling, Klasse

 

Comenius-Austausch Tag 4: Sandburgen bauen (12. März 2015)

Um acht Uhr mussten wir an der Schule sein, wo schon ein Reisebus auf uns wartete. Dieser Bus hat uns dann zum Meer gebracht, wo eine Art Strandclub war. Uns haben ein Mann und eine Frau erwartet, die uns einen Film über Sandburgen gezeigt und erklärt haben, wie man Sandburgen baut, denn wir sollten selber in zwei Gruppen Sandburgen bauen und haben einen Wettkampf gemacht.

Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, die jeweils ein Gebäude zum Comenius-Thema „Different Houses – One Community“ bauen sollten. Zuerst mussten wir einen großen Haufen Sand zusammenschieben und den Sand etwas befeuchten, denn der trockene Sand würde wegwehen oder einstürzen. Den zusammengeschobenen Sandhaufen mussten wir dann ordentlich festklopfen und mit speziellem Sandkleber einsprühen. Nachdem wir den Sandhaufen eingesprüht hatten, mussten wir ihn in seine Form bringen. Unsere Gruppe hat sich für eine Pyramide entschieden und die andere Gruppe für das Kolosseum. Weil unser erster Versuch von unserer Pyramide schiefgelaufen ist, haben wir daneben noch eine Pyramide angefangen, die wir später auch mit Muscheln verziert haben. Dann wurden noch Gruppenbilder gemacht, und anschließend haben wir Zeit gehabt, um Spiele im Sand zu spielen, Fotos zu machen oder mit den Füßen im Wasser zu spazieren. Das Wasser war zwar noch etwas kalt, aber sehr klar und algenfrei, und da es so warm war, war es eine angenehme Abkühlung.

Später wurden wir in das Haus geholt, wo ein kleiner Tanzkurs gegeben wurde. Jeder hat versucht mitzumachen, und wir hatten sehr viel Spaß, denn abgesehen von den Italienern kannten die meisten die Tänze nicht.

Dann gab es Essen: Nudeln mit Tomatensauce als Vorspeise und Schnitzel mit Pommes als Hauptspeise. Nach dem Essen sind wir mit dem Bus in die Stadt gefahren, wo wir eine Stadtführung gemacht haben. Wir haben das Schloss gesehen, das mal von einem Lavastrom umflossen war. Das Schloss hat man teilweise wieder freigelegt.

Die Innenstadt wurde von einem Lavastrom zerstört und im Barrocken Baustil wieder aufgebaut. Wir haben ein altes Bad besichtigt und ein Kolosseum gesehen, das unter der Stadt freigelegt wurde. Mit dem Bus sind wir wieder zur Schule gefahren und wurden von den Familien abgeholt. Zu Hause habe ich Geschenke bekommen, darunter Magnete und Zitronenmuffins.

Später ging es dann wieder zur Schule, wo wir den Abschied gefeiert haben. Wir haben viel getanzt, und die Familien haben ganz viel sizilianisches Essen mitgebracht, wie zum Beispiel Gemüse und Nudeln, selbstgemachte Pizza und Auflauf und viele interessante andere Sachen. Es wurden nebenbei auch Fotos und Videos der vergangenen Tage auf einer Leinwand abgespielt. Anschließend gab es ganz viel Kuchen, Tiramisu und andere Leckereien. Nach dem Essen wurde dann getanzt und gefeiert, und als es schön spät war, mussten wir uns alle verabschieden.

Jeder wurde drei Mal umarmt und wir haben gesagt, dass wir uns sehr vermissen werden und dann flossen auch Tränen, weil die Zeit mit allen so schön war und man gute Freunde gefunden hat.

Gegen 24 Uhr waren wir zu Hause und sind schlafen gegangen.

 

 

Comenius-Austausch Tag 5: Die Abreise (13. März 2015)

Um 7 Uhr sind wir aufgestanden und haben uns in der Stadt bei einem McDonalds getroffen, wo die Schüler von ihren Lehrern abgeholt wurden und mit ihrem Gepäck zum Hotel der Lehrer gegangen sind. Dort war das letzte Zusammentreffen der Gruppe, während die Schüler aus Polen schon im Flieger saßen. Anschließend hatten Sara und ich noch etwa zwei Stunden Zeit, um in der Stadt herumzugehen und sind als erstes auf einen Markt gegangen, wo es unendlich viele Handyhüllen gab sowie Obst, Gemüse, Fisch, Fleischprodukte, Kleidung, Taschen und Schuhe. Mit den Lehrern haben wir einen Treffpunkt ausgemacht, von wo wir zwei Stunden später zum Hotel gegangen, unsere Sachen geholt haben und mit einem Taxi zum Flughafen gefahren sind. Dort wurden wir immer aufgeregter, denn eine der Gastfamilien hatte unsere Koffer mitgenommen und wollte diese zum Flughafen bringen. Als der Check-in gerade schließen wollte, wurden unsere Koffer gerade noch rechtzeitig gebracht. Um noch pünktlich zum Flugzeug zu gelangen, sind wir schnell zur Kontrolle gelaufen und dann ins Flugzeug eingestiegen. Den Flug haben wir genutzt, um uns etwas auszuruhen.

Um etwas eher zu Hause zu sein, haben wir einen Zug nach Celle genommen, der etwas früher gefahren ist. Um 22.30 Uhr waren wir dann wieder in Celle. Da es mir nicht gut ging, mussten wir noch zu einer Notfallpraxis und zu einer Apotheke fahren, und dann ging es nach Hause.

Ramona & Sara Eggeling, Klasse 9b